Start gelungen!

Die SMOPP-Expedition I/2016 (Reto Gambon und Petrign Töndury) ist am 18.Juni  vom Flughafen Zürich gestartet und mit Ach und Krach, nach einem Halbmarathon durch den Moskauer Flughafen und endlosen Warteschlaufen doch noch glücklich, samt Gepäck (!) in Ulaan Baatar angekommen, um was vorzufinden? Regen, ganz wie zuhause.. Der war allerdings nicht von langer Dauer.

Heute, am Montag, 20.Juni, hatten wir dann einen vollen und erfüllenden Arbeitstag, ohne lange Warterei: Wir untersuchten und beurteilten nicht weniger als 15 Kinder, die uns wegen ihrer komplexen Hüftprobleme vorgestellt wurden. Darunter auch ein im letzten Sommer von unseren eigenen Orthopäden operiertes Mädchen, das uns allen wegen einer fraglichen, operationsbedingten Lähmung des linken Beines grosse Sorgen bereitet hatte. Zu unserer grossen Erleichterung konnten wir eine solche ausschliessen. Auch für die anderen Kinder konnten wir nach Durchsicht aller medizinischen Unterlagen eine befriedigende Lösung empfehlen. So kam dieser "Grosskampftag" zu einem durchaus glücklichen Ende.

Mehrmals empfahlen wir, von jeglicher weiterer Therapie abzusehen, nachdem einige der betroffenen Kinder schon neun Monate oder länger eine Tübinger Schiene getragen hatten. Natürlich können wir nur hoffen, dass unsere Empfehlungen auch von den Eltern angenommen werden. Nichts zu tun und den spontanen Verlauf zu beobachten ist nämlich meist schwieriger als die Flucht nach vorn anzutreten und sich auf eine unnötige, nutzlose oder gar für die Entwicklung des Kindes schädliche Überbehandlung einzulassen.

Morgen, am längsten Tag des Jahres, werden wir in den westlichen aimag Zavkhan reisen, um dort unsere Kurse abzuhalten.